• Witbank Region 2012
Foto: (c) Dieter Simon (KOSA)

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01.10.2016

Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden durch Kohle in Südafrika – Alternativen für eine gerechte Klima- und Energiepolitik

Vortrag und Diskussion mit südafrikanischen Aktivisten

Bonn, 01.10.2016, 18.00 Uhr

MIGRApolis - Haus der Vielfalt (Brüdergasse 16-18, Bonn-Innenstadt).

Die informationsstelle südliches afrika e.V. (issa) lädt am 01.10.2016 ins MIGRApolis - Haus der Vielfalt (Brüdergasse 16-18, Bonn-Innenstadt). Es berichten die Umwelt- und Menschenrechtsaktivist/-innen Caroline Ntaopane und Matthews Hlabane über die katastrophalen Umstände in Südafrikas Kohlesektor und die Verstrickung deutscher Unternehmen als Zulieferer, Finanziers und Importeure. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr und ist öffentlich, der Eintritt frei. Näheres auf facebook/KOSA-eV.

Trotz der zukunftsweisenden Pariser Klimaklimakonferenz, auf der sich erstmals 195 Staaten auf ein völkerrechtlich verbindliches Klima-Abkommen einigen konnten: Eine der klimaschädlichsten Energiequellen, die Steinkohle ist weiter auf dem Vormarsch. In Deutschland wird nur noch ein Bruchteil der verbrauchten Steinkohle auch hier gefördert, der Löwenanteil wird durch Unternehmen wie RWE und STEAG importiert, u.a. aus Südafrika. Dort verursachen Kohleminen und Kohlekraftwerke massive Schäden für Mensch und Umwelt.

Südafrika selbst gewinnt 90% seiner Energieversorgung aus Kohle und ein Umdenken ist nicht in Sicht. Aktuell befinden sich zwei weitere große Kohlekraftwerke im Bau: Medupi und Kusile, die die Menschenrechte auf Wasser, Gesundheit und Nahrung z.T. erheblich gefährden. Das zeigt die neue MISEREOR-Studie "Wenn nur die Kohle zählt". Beteiligt sind u.a. 19 deutsche Unternehmen, Kredite der staatlichen KfW IPEX-Bank und zwei Exportkreditgarantien des Bundes unterstützen die Finanzierung.

Caroline Ntaopane und Matthews Hlabane berichten über die Situation in der südafrikanischen Kohleregion und ihre Arbeit als Aktivist/-innen. Gemeinsam wollen wir Möglichkeiten des Widerstands und der Transformation diskutieren.

Kontakt: Laura Wunder; KOSA e.V. Tel: 0521 - 986 48 51, Email: laura.wunder(at)kosa.org

 

Caroline Ntaopane arbeitet bei WoMin Südafrika, einem Zusammenschluss von afrikanischen Organisationen, mit dem Fokus auf Frauen und Frauenrechte im Rohstoffsektor. Caroline unterstützt betroffene Gemeinden, Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit Kohle und Energie aufzudecken und an die Öffentlichkeit zu bringen.

Matthews Hlabane lebt in eMalahleni / Witbank, einem Zentrum des südafrikanischen Bergbaus, und leitet dort den Southern African Green Revolutionary Council. Seit vielen Jahren engagiert er sich im Kampf für Sozialstandards und Renaturierung im Kohle- und Energiesektor. Er wird sowohl über die Umweltsituation als auch über die Umweltbewegung im Kohlerevier Südafrikas berichten. 

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen einer Rundreise mit Caroline Ntaopane und Matthews Hlabane statt, die von der Koordination Südliches Afrika und Misereor organisiert wird. Informationen zu allen weiteren Veranstaltungen im Rahmen der Rundreise finden Sie auf www.kosa.org und auf facebook.

KOSA

Die Koordination Südliches Afrika (KOSA) e.V. ist ein bundesweit tätiges Netzwerk, das thematisch hauptsächlich zu Südafrika arbeitet. Derzeitiger Arbeitsschwerpunkt ist die Initiierung und Unterstützung von Schulpartnerschaften zwischen Deutschland und dem südlichen Afrika sowie die entwicklungs-politische Bildungsarbeit mit jungen Menschen.

Förderer

KOSA e.V. wird gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst