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Foto: (c) Dieter Simon (KOSA)

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30.09.2016

Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden durch Kohle in Südafrika: Auch Deutschland ist in der Pflicht

Freitag, 30.09.2016, 20.00 Uhr

Welthaus Bielefeld, August-Bebel-Str. 62, 33602 Bielefeld,

Vortrag und Diskussion mit Matthews Hlabane, Direktor des Southern African Green Revolutionary Council

 

Speaker Tour vom 26.09.-02.10.2016

Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden durch Kohle in Südafrika: Auch Deutschland ist in der Pflicht

Trotz aller Klima-Rhetorik: Eine der klima-schädlichsten Energiequellen, die Steinkohle ist wieder auf dem Vormarsch. In Kraftwerken verbrannte Steinkohle schädigt das Weltklima sowie die Luftqualität vor Ort, während der Bergbau wichtige Ressourcen wie Wasser und Böden gefährdet. Doch nur noch ein Bruchteil der in Deutschland verbrauchten Steinkohle wird auch hier gefördert, der Löwenanteil wird durch Unternehmen wie RWE und STEAG importiert, u.a. aus Südafrika. 

Die Folgeschäden für Mensch und Umwelt bleiben zurück. Giftiges Grubenwasser verseucht Grundwasser und Flüsse, Staub und Abgase verschmutzen die Luft. Vor allem die ohnehin benachteiligte Bevölkerung leidet unter den Folgeschäden des Bergbaus. Es sind die Armenviertel, die oft direkt neben den Gruben liegen.

Südafrika selbst gewinnt 90% seiner Energieversorgung aus Kohle und ein Umdenken ist nicht in Sicht. Aktuell befinden sich zwei weitere große Kohlekraftwerke im Bau: Medupi und Kusile, die die Menschenrechte auf Wasser, Gesundheit und Nahrung z.T. erheblich gefährden. Das zeigt die neue MISEREOR-Studie "Wenn nur die Kohle zählt". Beteiligt sind u.a. 19 deutsche Unternehmen, Kredite der staatlichen KfW IPEX-Bank und zwei Exportkreditgarantien des Bundes unterstützen die Finanzierung. Daher fordert MISEREOR-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel „menschenrechtliche Sorgfaltspflichten von Unternehmen bei Auslandsgeschäften gesetzlich zu verankern und die Außenwirtschafts-förderung zu reformieren.“

Matthews Hlabane lebt in eMalahleni/Witbank, einem Zentrum des südafrikanischen Bergbaus und leitet dort das Southern African Green Revolutionary Council. Seit vielen Jahren engagiert er sich im Kampf für Sozialstandards und Renaturierung im Kohle- und Energiesektor. Er wird sowohl über die Umweltsituation als auch über die Umweltbewegung im Kohlerevier Südafrikas berichten.

Bei Interesse oder Rückfragen melden Sie sich gerne bei Laura Wunder (laura.wunder@kosa.org)

KOSA

Die Koordination Südliches Afrika (KOSA) e.V. ist ein bundesweit tätiges Netzwerk, das thematisch hauptsächlich zu Südafrika arbeitet. Derzeitiger Arbeitsschwerpunkt ist das Thema Klimawandel mit Fokus auf den Bereich Kohleförderung und -verfeuerung in Südafrika sowie Kohleimporte aus Südafrika nach Deutschland / NRW.

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