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07.10.2016

Raus aus der Kohle in Deutschland und Südafrika

Gespräch mit Dr. Julia Verlinden, MdB Bündnis 90/Die GRÜNEN

Armin Paasch (Misereor), Matthews Hlabane (South African Green Revolutionary Council), Julia Verlinden (MdB Bündnis90/Die GRÜNEN), Caroline Ntaopane (WoMin), Laura Wunder (KOSA), Susanne Breuer (Misereor)

Im Rahmen der Rundreise mit zwei südafrikanischen Gästen fand am 28.09.2016 morgens in Berlin ein Gespräch mit Dr. Julia Verlinden, Sprecherin für Energiepolitik der GRÜNEN-Fraktion im Bundestag, statt. Ferner nahmen die MitarbeiterInnen der MdBs Annalena Baerbock (klimapolitische Sprecherin der Fraktion) und Dieter Janecek (wirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion) teil.

Der Anti-Kohle Aktivist Matthews Hlabane aus der südafrikanischen Provinz Mpumalanga stellte die Auswirkungen des massiven Kohlebergbaus und der Kohlekraftwerke in der Region auf Ökosystem und Gesundheit dar. Gemeinsam mit Caroline Ntaopane, Frauenrechts- und Umweltaktivistin, beschrieb er die mühsame aber wichtige Arbeit der südafrikanischen Zivilgesellschaft für nachhaltige Entwicklung, saubere Energie und Energiegerechtigkeit.

Die Schilderung stieß bei Dr. Verlinden, die sich erst kürzlich selbst ein Bild vor Ort in der Kohleregion Südafrikas gemacht hat, auf viel Verständnis und offene Ohren. Als Oppositionspartei üben Bündnis 90/Die GRÜNEN immer wieder Kritik an der Energiepolitik der Bundesregierung: So wurden beispielsweise durch Kleine Anfragen die Exportkreditgarantien für Kohleprojekte und Finanzierung derselben durch die KfW Bankengruppe hinterfragt. Auch Kohlekraftwerke in Südafrika wurden im Rahmen der beiden Instrumente durch den deutschen Staat gefördert.

Gleichzeitig warnte Dr. Verlinden vor der Möglichkeit, dass in Zukunft die Atomenergie an die Stelle der Kohle in Südafrika treten könne.

Frau Ntaopane stellte fest: Die südafrikanische Umweltbewegung kann viel lernen von der Erfahrung der GRÜNEN in Deutschland. Auch in Südafrika müssen die Themen Umwelt, Nachhaltigkeit und erneuerbare Energien zum Alltag der politischen Abgeordneten werden. Dafür sind auch der andauernde Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen südafrikanischen und deutschen UmweltaktivistInnen und –politikerInnen wichtig.

KOSA

Die Koordination Südliches Afrika (KOSA) e.V. ist ein bundesweit tätiges Netzwerk, das thematisch hauptsächlich zu Südafrika arbeitet. Derzeitiger Arbeitsschwerpunkt ist das Thema Klimawandel mit Fokus auf den Bereich Kohleförderung und -verfeuerung in Südafrika sowie Kohleimporte aus Südafrika nach Deutschland / NRW.

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