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Foto: (c) Dieter Simon (KOSA)

    Mit Kohle in die Zukunft?

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  • Kampagne "Kick für one world"

29.09.2016

Wenn nur die Kohle zählt – Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden im südafrikanischen Kohlesektor – Welche Perspektiven gibt es für eine alternative Energiepolitik in Südafrika?"

KOSA Speakers-Tour

Donnerstag, 29. September 2016

Berlin

Referentin aus Südafrika: Caroline Ntaopane

Trotz aller Klima-Rhetorik: Eine der klima-schädlichsten Energiequellen, die Steinkohle ist weltweit nach wie vor auf dem Vormarsch. In Kraftwerken verbrannte Steinkohle schädigt das Weltklima sowie die Luftqualität vor Ort, während der Bergbau wichtige Ressourcen wie Wasser und Böden gefährdet. Doch nur noch ein Bruchteil der in Deutschland verbrauchten Steinkohle wird auch hier gefördert, der Löwenanteil wird durch Unternehmen wie RWE und STEAG importiert, u.a. aus Südafrika.

Die Folgeschäden für Mensch und Umwelt bleiben zurück. Giftiges Grubenwasser verseucht Grundwasser und Flüsse, Staub und Abgase verschmutzen die Luft. Vor allem die ohnehin benachteiligte Bevölkerung leidet unter den Folgeschäden des Bergbaus. Es sind die Armenviertel, die oft direkt neben den Gruben liegen.

Südafrika selbst gewinnt 90 % seiner Energieversorgung aus Kohle und ein Umdenken ist nicht in Sicht. Aktuell befinden sich zwei weitere große Kohlekraftwerke im Bau: Medupi und Kusile, die die Menschenrechte auf Wasser, Gesundheit und Nahrung z.T. erheblich gefährden. Das zeigt die neue MISEREOR-Studie "Wenn nur die Kohle zählt". Beteiligt sind u.a. 19 deutsche Unternehmen, Kredite der staatlichen KfW IPEX-Bank und zwei Exportkreditgarantien des Bundes unterstützen die Finanzierung.

Wir laden Sie herzlich ein, mit folgenden Gästen über die schwierige Umwelt- und Menschenrechtssituation im südafrikanischen Kohlesektor zu diskutieren und gemeinsam über Alternativen nachzudenken:

  • Caroline Ntaopane – WOMIN - African Women Unite Against Destructive Resource Extraction, ein Zusammenschluss von afrikanischen Organisationen mit dem Fokus auf Frauen und Frauenrechte im Rohstoffsektor. Caroline unterstützt betroffene Gemeinden, Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit Kohle und Energie aufzudecken und an die Öffentlichkeit zu bringen.
  • Oliver Krischer (MdB)
  • Markus Steigenberger – Agora Energiewende(angefragt)

Moderation: Dominic Johnson, taz

 

Wann?

29.09.2016 – 19:00 Uhr

 

Wo?

tazCafé, Rudi-Dutschke-Straße 23, 10969 Berlin

 

Um Anmeldung wird gebeten bis zum 23.9.2016 unter: berlin@misereor.de

Bei Interesse oder Rückfragen: Laura Wunder, laura.wunder(at)kosa.org, Tel: 0521 - 986 48 51

KOSA

Die Koordination Südliches Afrika (KOSA) e.V. ist ein bundesweit tätiges Netzwerk, das thematisch hauptsächlich zu Südafrika arbeitet. Derzeitiger Arbeitsschwerpunkt ist die Initiierung und Unterstützung von Schulpartnerschaften zwischen Deutschland und dem südlichen Afrika sowie die entwicklungs-politische Bildungsarbeit mit jungen Menschen.

Förderer

KOSA e.V. wird gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst