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Frauen für Gerechtigkeit im südlichen Afrika und hier
Ihren Ursprung hat die Gruppe in der Boykottbewegung gegen das Apartheidregime. Als 1993 die Verhandlungen für einen friedlichen Übergang zu einem demokratischen Südafrika auf einen Abschluss zusteuerten, wussten die aktiven Frauen: Boykott ist nicht mehr das passende Mittel, doch das Erbe der Apartheid wird noch lange nachwirken, und deshalb ist auch hier kein Rückzug ins Privatleben angesagt.
Die aktive Gruppe benannte sich um, blieb Mitglied der Ev. Frauenarbeit in Deutschland und hat heute noch etwa 25 TeilnehmerInnen. Schwerpunkt ihrer Aktivitäten ist die Solidaritätsarbeit mit Frauengruppen, vorwiegend im ländlichen Bereich in Südafrika und zum Teil auch in Namibia. Inhaltlich geht es um die Landfrage, sowohl um die Rückgabe des Landes an die Zwangsumgesiedelten als auch um die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen auf den kommerziellen Obstfarmen, deren Früchte einst boykottiert wurden. Da der EU-Protektionismus beim Handel mit landwirtschaftlichen Produkten besonders stark ist, beteiligte sich die Gruppe auch aktiv an der KOSA - Kampagne zum Freihandelsabkommen EU – Südafrika.
Die „Frauen für Gerechtigkeit im südlichen Afrika und hier" arbeiten gleichzeitig die Apartheidära historisch auf und unterstützen Frauenprojekte in Südafrika und Namibia. Sie beteiligen sich an Seminaren, Briefaktionen und den Aktivitäten der Internationalen Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im Südlichen Afrika. Dabei wenden sie sich vor allem an Menschen im kirchlichen Bereich und versuchen, viele Frauen der ehemaligen Boykottbewegung wieder zu aktivieren.
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