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MAKSA - Mainzer Arbeitskreis Südliches Afrika
Der Mainzer Arbeitskreis Südliches Afrika (MAKSA) setzt sich seit 1972 zusammen mit anderen Solidaritätsgruppen in Deutschland für Gerechtigkeit in den Beziehungen zu den Völkern des Südlichen Afrika ein. Gründungsort war Mainz. Leitend für die Arbeit von MAKSA ist die Oberzeugung, daß Christen und Christinnen zur Parteinahme für Arme und Unterdrückte verpflichtet sind: „Gott schafft Gerechtigkeit und Recht allen, die Unrecht leiden" (Psalm 103,6). Als kirchliche Arbeitsgruppe hat sich MAKSA besonders darum bemüht, dem Programm des Ökumenischen Rats der Kirchen zur Bekämpfung des Rassismus in Kirche und Gesellschaft Geltung zu verschaffen.
Auch heute, nach Beendigung der offiziellen Apartheid, bleiben die wichtigen Themen auf der Tagesordnung, dazu gehören u.a. die menschenunwürdige Armut der Mehrheit, die Frage der Gewalt, die Achtung der sozialen und wirtschaftlichen Menschenrechte durch die jeweilige Regierung, sowie die Landfrage.
Die Menschen im Südlichen Afrika bezahlen immer noch für die Kosten, die das System der Apartheid verursacht hat. Deshalb - und weil wir teilweise selber Mitprofiteure der Apartheid und des ungerechten Weltwirtschaftsystems waren und sind - fordern wir mit KOSA und KASA (Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika) die Streichung der durch Apartheid verursachten Schulden in der Region und Reparationszahlungen derjenigen Regierungen, Firmen und Banken, die von Apartheid in besonderer Weise profitiert haben.
Kirchen und Missionen in Deutschland tragen durch ihre starken Verbindungen mit den Kirchen in Südafrika und Namibia eine besondere Verantwortung. Deshalb tritt der MAKSA dafür ein, daß gerade im kirchlichen Bereich eine Arbeit fortgeführt wird, wie sie die südafrikanische Wahrheits- und Versöhnungskommission geleistet hat. Aufgedeckt werden muß die Wahrheit über die vielfältige Unterstützung der Apartheid durch kirchliche Einrichtungen und Kreise in der Vergangenheit, besonders die anhaltende personelle und finanzielle Förderung der reichen, überwiegend weißen und deutschen lutherischen Kirchen im Südlichen Afrika durch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD).
MAKSA steht in engem Kontakt mit den neu entstandenen afrikanischen Gemeinden in Deutschland und setzt sich damit für ein ökumenisches Miteinander auch im eigenen kirchlichen Kontext ein.
Zweimal im Jahr veranstaltet der MAKSA eine Tagung, die Einblicke in die jüngsten Entwicklungen im Südlichen Afrika und in die Beziehungen zu Kirchen, Gesellschaft und Wirtschaft in Deutschland und der EU vermittelt.
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