Koordination Südliches Afrika

 
 

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Chronologie zur Klage von Apartheidopfern gegen internationale Konzerne

Oktober 1997

Das südafrikanische „Bündnis gegen Apartheidschulden“ fordert in seiner Eingabe an die TRC eine Untersuchung zur Finanzierung der Apartheid durch ausländische Banken

 

Mai 1998

Verabschiedung der politischen Plattform der „Internationalen Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im Südlichen Afrika“


2002

Europaweite Öffentlichkeitskampagne zu Apartheid-Schulden; Internationaler Aktionstag zur Entschädigung der Apartheidopfer (Kapstadt, Johannesburg, Zürich, Frankfurt, Bielefeld, Tübingen, Stuttgart)


Juni, Juli 2002

Einreichung von Sammelklagen durch Apartheidopfer


November 2002 - Schadensersatzklage

Khulumani reicht Klage gegen 23 Firmen und Banken ein, diese legen Widerspruch ein

 

Juli 2003

Entscheidung des New Yorker Gerichts, alle drei Klagen zum Southern District Court zu überweisen, Südafrikanische Regierung spricht sich gegenüber dem Gericht gegen die Klage aus (Einmischung in innere Angelegenheiten, potentielle Bedrohung für ausländische Investoren)


November 2004

Alle Klagen werden von Richter John Sprizzo abgelehnt


12. Oktober 2007

Eine zweite US-amerikanische Gerichtsinstanz (2nd Circuit) hebt die Entscheidung von 2004 auf und gibt diese an das Bezirksgericht zurück.


1. November 2007

Beklagte Firmen wenden sich an das US-Sepreme Court mit der Bitte, die Klage abzulehnen.


Mai 2008

US Supreme Court kann aufgrund von Befangenheit bei 4 von 9 Richtern keine Entscheidung treffen und wird zurück überwiesen.


24. Oktober 2008 - Sammelklage

Amended claim (geänderter Anspruch der Klage) wird beim New Yorker Gericht (2nd Circuit) eingereicht. Klage lautet auf: wissentlich Beihilfe und Vorschub geleistet zu haben für südafrikanische Sicherheitskräfte; Teilnahme an einer kriminellen Vereinigung zur Förderung der Apartheid-Verbrechen.

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Kläger: Khulumani, die 13 Einzelpersonen stellvertretend für Apartheidopfer vertritt

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Angeklagt: 8 Firmen (Barclays, Daimler, Ford, Fujitsu, General Motors, IBM (Internat. Business Machines Corp.), Rheinmetall, Union Bank Schweiz)

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Apartheid Verbrechen Kategorien
bulletaußergerichtliche Tötung (extrajudicial killing)
bulletFolter (torture)
bulletungesetzliche (verlängerte) Haft
bulletgrausame, inhumane, erniedrigende Behandlung
bulletVerletzung internationaler (Menschen) Rechte

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Ziele der Klage
bulletMittel für Betroffene zur Verfügung zu stellen, die unter Apartheid gelitten haben und leiden und deren Rehabilitation (moralisch, Gesundheit, ökonomisch)
bulletWeiterentwicklung globaler Standards für ethisches Verhalten von Aktiengesellschaften /Konzernen

 

08. April 2009

Die Klage, die von einer Schadensersatzklage in eine Sammelklage umgewandelt wird, wird von Richterin Scheindlin zugelassen. 5 Firmen (DaimlerChrysler, Ford, General Motors, IBM, und Rheinmetall) müssen sich vor Gericht verantworten.

 

August 2009

Einige beklagte Firmen legen gegen die Klagezulassung Berufung ein. Das Verfahren wird bis auf weiteres ausgesetzt.

 

1. September 2009

In einem Brief an die Richterin des US-Gerichtes erklärt die südafrikanische Regierung, dass sie die Klage der Apartheidopfer in den USA unterstützt und eine außergerichtliche Einigung favorisiert.

 

30. November 2009

Die US-Regierung lehnt in einer Stellungnahme die Berufung ab.

 

04. Dezember 2009

Das Berufungsgericht in den USA will grundsätzlich klären lassen, ob das Völkergewohnheitsrecht die Haftung von Unternehmen anerkennt.

 

11. Januar 2010

In einer mündlichen Verhandlung hört sich das Berufungsgericht die Positionen der Parteien an. Eine Entscheidung wird in den nächsten Monaten erwartet.
 

Kontakte in Südafrika:

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Marjorie Jobson, Director, Khulumani Support Group: 082 268 0223

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Tshepo Madlingozi, National Advocacy Coordinator, Khulumani Support Group: 082 496 9914

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Shirley Gunn, Board Member, Khulumani Support Group: 082 450 9276

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Charles Abrahams, Attorney for Khulumani plaintiffs: 082 560 7152

 

 

Träger der Kampagne in Deutschland:

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KASA Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika, Simone Knapp, www.kasa.woek.de

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KOSA Koordination Südliches Afrika, Dieter Simon, www.kosa.org,

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medico international, Bernd Eichner, www.medico.de

 

 

 

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Zusammenfassende Hintergrundinformationen zur Klage

 

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Zusammenfassende Hintergrundinformationen zur Klage und Chronologie als *PDF, Februar 2010

 
   
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Kampagne zur Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika

 
     
   
 

 
 

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