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Der Daimler Konzern und die WM 2010

bulletKOSA-Seminar, 24. – 25. September in Bonn: The unfinished
business of Apartheid. Die Entschädigungsklage südafrikanischer Apartheidopfer gegen Daimler und Rheinmetall – Unternehmensverantwortung auf dem Prüfstand. Information und Anmeldung

 

Der Auftritt der deutschen Fußballnationalmannschaft bei der WM in Südafrika steht unter keinem guten Stern. Das Problem ist nicht das DFB-Team, sondern dessen Hauptsponsor: Mercedes-Benz.

Bei Südafrikanerinnen und Südafrikanern, die ihr Leben im Kampf gegen das rassistische Apartheidregime riskierten, ruft das Daimler-Logo dunkle Erinnerungen wach. Im April 2009 hat ein US-Bundesbezirksgericht in New York eine Sammelklage wegen Beihilfe zu schweren Menschenrechtsverletzungen während der Apartheid gegen Daimler und vier weitere Konzerne zugelassen. Die Vorwürfe gegen Daimler: Die Lieferung von mindestens 2.500 Unimogs, die als Truppentransporter oder Raketenwerfer genutzt wurden. Außerdem Dieselmotoren für Panzer und Hubschrauber zur Überwachung von Demonstrationen. Durch seine Geschäfte mit dem Apartheidregime beteiligte sich Daimler an der Unterdrückung des schwarzen Befreiungskampfes und der Destabilisierung der Region. Die südafrikanische Organisation Khulumani Support Group fordert die Anerkennung des begangenen Unrechts und Entschädigungszahlungen. Die zunehmende Aufmerksamkeit durch die WM in Südafrika soll auch dazu genutzt werden, den Druck auf Daimler in Deutschland zu erhöhen. (Text: afrika süd 06-09)
 

Kampagne: The Star of Apartheid

Die Kampagne startete am 14.04.2010 mit der Jahreshauptversammlung (HV) der Daimler AG in Berlin. Vor den Haupteingängen wurden Aktionspostkarten verteilt die dazu aufrufen, sich an der Kampagne zu beteiligen.
Während der HV sprachen Vertreter von Khulumani, KOSA/Kritische Aktionäre und der KASA zu dem Thema. Aber der Vorstand der Daimler AG bleibt bei seiner Position: Mit den Lieferungen der Unimogs wurde nicht gegen damaliges deutsches Recht verstoßen und die Eingabe von Mercedes-Benz Südafrika vor der Wahrheits- und Versöhnungskommission hätte keine Rückfragen ergeben. Sie sehen somit keine Gründe, warum sie nun mit den Opfern in einen Dialog treten sollten. Sie sind sich keiner Schuld bewusst. Natürlich erwähnt Daimler nicht, dass die südafrikanische Wahrheits- und Versöhnungskommission der Daimler Tochter MBSA keinen Freispruch gegeben und keine Amnestie gewährt hat. Und genau aus diesem Grunde unterstützt Erzbischof Tutu die US-Entschädigungsklage von Khulumani.

Die Argumente von Daimler sind inzwischen bekannt – auch beim Deutschen Fußball-Bund (DFB). Immerhin ist Daimler einer der wichtigsten Sponsoren des DFB. KASA, KOSA, medico international und SODI hatten im November letzten Jahres einen Brief an den DFB geschickt mit der Bitte um Stellungnahme zum Engagement ihres Hauptsponsors. Im Februar erhielten wir Antwort – einige Zeilen vom DFB, lange Ausführungen von Daimler. Der DFB sieht keinen weiteren Handlungsbedarf. So sind wir nun auf die Reaktion unseres Antwortbriefes gespannt.

Wir möchten die zunehmende Aufmerksamkeit durch die WM in Südafrika gemeinsam mit Khulumani dazu nutzen, den Druck auf Daimler in Deutschland zu erhöhen - und die Forderungen der südafrikanischen Khulumani-Support Group nach Anerkennung des begangenen Unrechts und Entschädigungszahlungen unterstützen.
 

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Der Daimlerkonzern unterstützte die Apartheid in Südafrika. Die Opfer fordern Gerechtigkeit. Unterzeichen Sie unseren Aufruf!

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Presseerklärung der Initiatoren zum Kampagnenstart bei der Daimler-Hauptversammlung in Berlin am 14. April 2010

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Presseerklärung der KOSA zum Kampagnenstart bei der Daimler-Hauptversammlung in Berlin am 14. April 2010

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Kampagnenseite von SoDi e.V - http://sodi.de/campaigns_detail.php?camp_id=19

Korrespondenz mit dem Deutschen Fußballbund (DFB)

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Gemeinsamer Brief der Kampagne des Bündnisses kick for one world an den Deutschen Fußball Bund (DFB) mit der Bitte um Stellungnahme vom 24. November 2009.

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Vorläufige Antwort des DFB vom 03. Dezember 2009

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Nachfrage zum Stand der Dinge an den DFB vom 02. Februar 2010

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Antwort des DFB vom 11. Februar 2010

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Antwort an den DFB vom 12. April 2010

 

Hintergrund

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Presseerklärung der Kritischen AktionärInnen Daimler (KAD) zur Aktionärshauptversammlung der Daimler AG: „Formel Green statt Formel 1, Fairplay für Apartheidopfer und den Verzicht auf Rüstungsexporte“ fordern die Kritischen AktionärInnen Daimler (KAD) in ihren Gegenanträgen auf der Hauptversammlung des deutschen Automobil- und Rüstungsproduzenten am 14. April 2010 in Berlin von Vorstand und Aufsichtsrat.

 
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Interview mit Tshepo Madlingozi (Khulumani Support Group) über die Rolle von Daimler, die Motivation der Klage in den USA und die Pläne von Khulumani.

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http://www.neues-deutschland.de/artikel/164477.viele-kehrten-der-apartheid-den-ruecken-daimler-blieb.html

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15. Januar 2010: Daimler weist die südafrikanische Regierung auf Beziehungen zwischen deren Position zur Klage und des zukünftigen Produktionsstandorts der C-Klasse hin.

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http://www.mg.co.za/article/2010-01-15-daimlers-economic-threat

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12. Januar 2010 - Mehrere Auto-Hersteller vor Gericht
Apartheid-Opfer gegen Daimler. Ist das Völkerrecht auf Unternehmen anwendbar? Ein Zivilgericht in New York wird entscheiden, ob in den USA die Klage von Apartheid-Opfern gegen deutsche Konzerne zulässig ist.

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http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/apartheid-opfer-gegen-daimler/

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11. Januar 2010: Südafrika: Apartheidklage setzt Daimler zu. Deutsche Konzerne wegen Vorwürfen der Rassentrennung vor Gericht.

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http://www.pressetext.com/news/100111022/suedafrika-apartheidklage-setzt-daimler-zu/

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10. Januar 2010 - Drohender Schadensersatz: Apartheid-Klage bedroht Daimler. Ausgerechnet im Jahr der Fußballweltmeisterschaft wird der Autokonzern von seiner Vergangenheit in Südafrika eingeholt. Ein US-Opferanwalt bezichtigt die Schwaben, die Rassentrennung in Südafrika unterstützt zu haben.

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http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/autoindustrie/:drohender-schadensersatz-apartheid-klage-bedroht-daimler/50058609.html

Aus den Archiven und immer noch aktuell

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Anti-Apartheid Bewegung (AAB): Mit Daimler fährt Apartheid gut. Broschüre der Anti-Apartheid-Bewegung zur Rüstungszusammenarbeit von Daimler-Benz mit dem Apartheidstaat. Bonn 1989.

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Klaus Heidel: Die Geschäfte von Daimler-Benz im Land der Apartheid. 1987.

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Ben Khumalo-Seegelken: Deutsche Dieselmotoren für Apartheid-Militär. 1986.

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Ben Khumalo-Seegelken: Redebeitrag "Geschäftspraktiken der Daimler-Benz AG in Apartheid-Südafrika 1986: Verletzung des UN-Waffenembargos." auf der  Aktionärshauptversammlung Daimler-Benz AG. Stuttgart. 02.07.1986.

 

 
   
  Unterzeichnen Sie den Aufruf!  
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Kampagne zur Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika

 
     
   
 

 
 

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