• Witbank Region 2012
Foto: (c) Dieter Simon (KOSA)

    Mit Kohle in die Zukunft?

  • Schulpartnerschaften

  • Entschuldung und Entschädigung im Südlichen Afrika

  • Kampagne "Kick für one world"

Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen Deutschland, der Europäischen Union und dem Südlichen Afrika

Seit bald 20 Jahren setzen wir uns für faire Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und der Region Südliches Afrika ein. Während es anfangs um die Beziehungen zwischen der EU und Südafrika ging, ging es später um das Lomè-Nachfolgeabkommen (Cotonou-Abkommen). 78 Länder in Afrika, der Karibik und im Pazifik verhandelten mit der EU über die zukünftigen Wirtschaftsbeziehungen. Die EU strebte dabei regionale und bilaterale Freihandelsabkommen ("Wirtschaftspartnerschaftsabkommen" (EPAs)) an, deren Nutzen für die afrikanischen Volkswirtschaften angezweifelt werden muss.

Seit 2004 beteiligt sich KOSA aktiv an der internationalen StopEPA-Kampagne. Diese Kampagne folgt einer Initiative der afrikanischen Zivilgesellschaft, die EPAs in ihrer gegenwärtigen Form ablehnt und sich für wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltige Alternativen einsetzt. Die StopEPA-Kampagne wird von mehreren deutschen Nicht-Regierungsorganisationen getragen. Die Koordination der deutschen Kampagne liegt bei der KOSA.

Inzwischen sind die EPAs verabschiedet worden. Im Oktober 2014 unterschrieb Kenia als eines der letzten Staaten die umstrittene Vereinbarung. Welche Folgen die EPAs haben werden, liegt aus unserer Sicht auf der Hand. Wenn Kenias Wirtschaft infolge der verschlechterten Rahmenbedingungen durch die EU wieder schwächelt, dürfte es mehr und mehr KenianerInnen in die Hände der somalischen Al-Shabaab-Miliz treiben. Denn diese kann im Gegensatz zum (un-)freien Markt immerhin ein Einkommen garantieren.

Trotz kurzfristiger Erfolge dürfte das Horn von Afrika damit auch langfristig keine sichere Schifffahrtroute sein.

Die (humanitären) Folgekosten dieser engstirnigen Politik dürften die EU und damit wir als Bürger noch unangenehm zu spüren bekommen. Pars pro toto auch für viele Staaten des südlichen Afrikas werden hier durch die EU Fakten geschaffen, die mit den Absichtserklärungen unserer Kanzlerin kaum in Einklang stehen.

KOSA wird die Folgen der EPAs weiter dokumentieren und auf Einsicht hoffend längst bekannt Alternativen wirtschaftlichen Handelns in die entsprechenden Gremien der Wirtschaft und Politik tragen.

Links "Wirtschafts- und Handelsbeziehungen"

KOSA

Die Koordination Südliches Afrika (KOSA) e.V. ist ein bundesweit tätiges Netzwerk, das thematisch hauptsächlich zu Südafrika arbeitet. Derzeitiger Arbeitsschwerpunkt ist das Thema Klimawandel mit Fokus auf den Bereich Kohleförderung und -verfeuerung in Südafrika sowie Kohleimporte aus Südafrika nach Deutschland / NRW.

Publikationen

Unsere Publikationen befinden sich zur Zeit noch im alten Web.

Förderer

KOSA e.V. wird gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst