Alexander Kleider, Daniela Michel, Romin Khan
Deutschland 2009 Beta SP, 60 min, OmU, Dokumentarfilm
Der Dokumentarfilm spielt in Kapstadt. Erzählt werden die berührenden
Geschichten von Ashraf, Zoliswa und Arnold, die dort in den Armenvierteln
auf unterschiedliche Art und Weise ums Überleben kämpfen. Ashraf und sein
Freund Mne ziehen nachts durch die Townships und kämfen gegen die
Privatisierung von Wasser, Strom und Land. Zoliswa und Arnold setzen auf
ihre Arbeitskraft. Zoliswa sucht eine neue Stelle als Putzfrau, Arnold lässt
sich zum bewaffneten Wachmann ausbilden. Als die Stadtverwaltung ein
gesamtes Armenviertel wegen der WM 2010 räumen lassen will, werden Ashraf
und Mne mit ihren eigenen unverarbeiteten Erlebnissen aus den Zeiten der
Apartheid konfrontiert.
Mit starken und beeindruckenden Geschichten zeichnet der Film ein sensibles
Portrait einer Gesellschaft im Übergang von der Apartheid in eine
post-kapitalistische Moderne.
Vom 11. März bis 8. April werden Ashraf und Mne mit den Filmemachern und in
Zusammenarbeit mit ezef, Kasa und kick for one world auf Deutschlandtournee
gehen. (Text: afrika süd 06-2009)
Der 2008 gedrehte Film untersucht systematisch die Erwartungen einer
Vielzahl von Afrikanerinnen und Afrikanern an die Fußball-WM in ihrem Land
und präsentiert einen Querschnitt divergierender Meinungen. Schwerpunkte
sind Südafrikas wirtschaftliche und soziale Ungleichheiten und die Debatte
darüber, ob sich das Land den Bau hypermoderner Sportarenen leisten kann
oder ob „weiße Elefanten“, nutzlose Prestigeobjekte hingestellt werden, die
später kaum genutzt werden.
Zu den Interviewpartnern zählen u.a. Danny Jordaan (Chefplaner der WM
2010), Bischof Desmond Tutu und der kürzlich verstorbene Schriftsteller
Dennis Brutus sowie Bauarbeiter, Straßenhändlerinnen und Fußballer. (Text:
afrika süd 06-2009)