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Foto: (c) Dieter Simon (KOSA)

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21.11.2016

Rückblick Papierseminar 2016

Von Papierbergen und grünen Wüsten

Schulpartnerschaftsseminar zum Thema: Wie unser Papierkonsum Leben und Umwelt in Südafrika beeinflusst

 

Auch in diesem Jahr war das Schulpartnerschaftsseminar zum Thema Papier ein voller Erfolg! Vom 14. bis 16. November kamen jeweils 14 Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrkräfte des Oberstufenkollegs Bielefeld und der Gustav-Heinemann-Gesamtschule Essen im Jugendgästehaus Dortmund zusammen.

Bereits nach dem Kennenlernen am Montagabend war die Stimmung gut und das Interesse groß, sich näher mit dem Thema "Papier" zu beschäftigen.

Der Dienstagmorgen begann mit einem Papierquiz von Monika Nolle von der Arbeitsgemeinschaft Regenwald und Artenschutz, in der verschiedene Gruppen spielerisch gegeneinander antraten und ihr Wissen erprobten. Die SchülerInnen waren besonders schockiert, dass der jährliche Papierverbrauch Deutschlands in einem A4 Stapel bis zum Mond reichen würde und zeigten sich betroffen über die Ausmaße des eigenen Konsums. Anschließend erläuterte die Referentin, welche Auswirkungen der Papierverbrauch für Mensch und Natur in den produzierenden Regionen bedeutet.

Der südafrikanische weltwärts-Freiwillige Lucky Maisanye und die Rückkehrer Lennart Happe und Johannes Baeumer ergänzten mit Einblicken in die Situation auf den Eukalyptusplantagen Mpumalangas.

Besonders gut kamen wieder die Kreativworkshops zu Rap, Theater und Simpleshow (Erklärvideo) am Nachmittag an. Trotz der unterschiedlichen Altersgruppen kam es zu einem regen, produktiven Austausch und die beeindruckenden Ergebnisse wurden am Abend stolz in einer kleinen Gala präsentiert. Hier wurde deutlich, dass zuvor in den Präsentationen einiges an Wissen vermittelt, aber auch Interesse an den globalen Zusammenhängen geweckt wurde. Alle Ergebnisse ließen auch kritische Stimmen zu Wort kommen und kamen bei den Zuschauenden gut an. Mehrere SchülerInnen und LehrerInnen bekundeten sogar Interesse, das Erklärvideo in Zukunft weiter nutzen zu wollen. (Hier geht's zum Video)

Die Arbeitsgruppe zu politischen Handlungsmöglichkeiten diskutierte am nächsten Morgen mögliche Aufklärung durch Kampagnen, Vorgaben zu Transparenz oder Maßnahmen wie Subventionen und Zölle sowie die Rolle von fair-nachhaltiger Beschaffung durch die öffentliche Hand. Konkret beschlossen wurde, einen offenen Brief mit der Forderung nach Einsatz von 100% Recyclingpapier an den Bürgermeister der Stadt Bielefeld zu richten.

Die Gruppe zu Handlungsmöglichkeiten im Alltag sammelte zunächst Bereiche, in denen auf individueller Ebene Papier eingespart werden kann (z.B. Einzelhandel statt Paketversand, Verzicht auf Coffee-to-go-Becher). Anschließend wurde entschieden, den Einsatz von Recyclingpapier in der Schule zu fordern, schulische Veranstaltungen zur Information anderer zu nutzen sowie ein Kunstprojekt anzuregen. Bei der Präsentation der Ergebnisse vor der gesamten Gruppe ließ sich ein deutliches Interesse erkennen, auch andere zu einer Veränderung ihres  Papierkonsums motivieren zu wollen. In der letzten Arbeitsphase fanden die Teilnehmenden in Schulgruppen zusammen. Hier beschlossen die Essener Schüler, eine AG zum Thema einzurichten, um ihre Mitschüler aufzuklären. Die Bielefelder Gruppe setzte sich mit den Möglichkeiten beim Besuch ihrer Partnerschule in Kenia auseinander und überlegte, im Rahmen ihrer Projektwoche zum Thema Papier zu arbeiten.

Das Feedback am Ende viel absolut positiv aus. Fast alle SchülerInnen gaben an, viel über Papierkonsum und die Auswirkungen gelernt zu haben und ihren Umgang mit den Produkten nun kritischer zu betrachten. Wir freuen uns schon auf das nächste SchuPa Seminar!

KOSA

Die Koordination Südliches Afrika (KOSA) e.V. ist ein bundesweit tätiges Netzwerk, das thematisch hauptsächlich zu Südafrika arbeitet. Derzeitiger Arbeitsschwerpunkt ist die Initiierung und Unterstützung von Schulpartnerschaften zwischen Deutschland und dem südlichen Afrika sowie die entwicklungs-politische Bildungsarbeit mit jungen Menschen.

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