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  • Witbank Region 2012
Foto: (c) Dieter Simon (KOSA)

    Mit Kohle in die Zukunft?

  • Schulpartnerschaften

  • Entschuldung und Entschädigung im Südlichen Afrika

  • Kampagne "Kick für one world"

12.11.2014

Schulpartnerschaftsseminar 2014 – Ein Rückblick

In Kooperation mit der MÖWe hat KOSA Anfang November 2014 ein Schulpartnerschaftsseminar zum Thema "Mit Kohle in die Zukunft? Klima und Energieversorgung in Südafrika und in Deutschland" durchgeführt. Unser Resümee:

Ablaufplan

Planspiel zum Kohleabbau und zur Energieerzeugung in Südafrika. Die Regierung (ver-)tagt....

Vorstellung der Arbeitsergebnisse: Kohle-Rap am Abend

Problemanalyse und Handlungsoptionen

Keine leichte Kost, die wir da unseren Teilnehmenden zugemutet haben. Kohle, Energie, Klima in Südafrika und Deutschland, wie kann man diesen Themenkomplex motivierend für Schüler- und LehrerInnen aufbereiten? Mit einem durchgeführten Planspiel sowie Theater-, Rap- und Simple-Show-Workshops jugendgerecht aufbereitet haben wir Erfolg gehabt, wie die Rückmeldungen gezeigt haben. Das Seminar fand bei den SchülerInnen und LehrerInnen großen Anklang.

Insgesamt 27 SchülerInnen und 4 LehrerInnen aus zwei Schulen haben teilgenommen, viele weitere hatten Interesse, aber bei den strengen Terminvorgaben in Schulen mussten viele absagen. Angesichts der wachsenden Terminverdichtungen an den Schulen wird es immer schwieriger, optimale Zeitpunkte zur Durchführung einer solchen Veranstaltung zu finden. 

Am ersten Abend des Seminars standen das gegenseitige Kennenlernen und die Vorstellung der Projektpartner im Vordergrund. Der Vormittag des zweiten Tages wurde durch inhaltliche Inputs bestimmt. Dafür wurde auch die Ausstellung zum Thema „Kohle in Südafrika und Deutschland“ genutzt, um den SchülerInnen den Einstieg in das Thema zu erleichtern. Danach gab Katrin Ganswind von Urgewald, die zuvor zwei Monate im Kohlerevier in Mpumalanga / Südafrika recherchiert hatte, den Input zur Lage in Südafrika. Der ursprüngliche Referent, Sboniso Dlamini aus Südafrika, hatte kein Visum erhalten. Dass wir würdigen Ersatz gefunden hatten, zeigte aber nicht nur ihre beeindruckende PowerPoint-Präsentation, sondern vor allem ein Planspiel, in dem die verschiedenen Interessengruppen in Südafrika (Energiekonzerne, Regierung, Bürgerinitiativen, Gewerkschaften, Presse) jeweils eine Rolle spielten. Das Echo der SchülerInnen war dementsprechend sehr gut. 

Luka Hennerich von der Greenpeace Hochschul-Gruppe Bielefeld gab einen Input zur Energiepolitik in Deutschland, der sehr gut ankam. Wir hatten uns bemüht, eine ReferentIn zu finden, die altersmäßig nicht zu sehr von der Zielgruppe abweicht, um eine stärkere Identifikation zu erlauben. Dieses Konzept ist aufgegangen. 

Nach den Vorträgen am Morgen wurden nachmittags die Kreativworkshops vorgestellt. Diese wurden geleitet von Barbara Frey (Theaterpädagogin aus Bielefeld), von Frederik Schreiber (Rapper aus Dortmund) und von Eva-Maria Reinwald (Bildungsreferentin der MÖWe) in Zusammenarbeit mit dem Filmemacher Gero Brötz aus Dortmund. Die SchülerInnen wurden gebeten, sich einem der Workshops zuzuordnen. Die größte Gruppe entschied sich für den Simple-Show-Workshop, neun SchülerInnen wählten den Rap-Workshop und sechs SchülerInnen den Theaterworkshop. Diese Workshops arbeiteten intensiv bis zum Abendessen. 

Bei der abendlichen Präsentation der Workshop-Ergebnisse war es erstaunlich zu sehen, wie viele der Inhalte von den Jugendlichen tatsächlich aufgenommen worden waren und mit welchem Engagement sie vorgetragen wurden. Im Rahmen einer kleinen Gala wurden ein Theaterstück, ein Rap-Vortrag sowie ein Simple-Show-Film zum Thema vorgestellt. Alle Ergebnisse waren bemerkenswert und kamen auch bei den SchülerInnen der jeweils anderen Gruppen sehr gut an. 

Am letzten Tag wurde für die LehrerInnen ein paralleles Angebot gemacht, um neben der häufig rein karitativen Ausrichtung der "Projektarbeit" an den Schulen eine andere Perspektive zu bieten: Möglichkeiten der Implementierung Globalen Lernens in der Schule. Dieser Teil wurde vom Promotor für Globales Lernen des Welthauses Bielefeld, Georg Krämer, übernommen. Zeitgleich wurden mit den SchülerInnen in drei Arbeitsgruppen konkrete Ideen und Handlungsmöglichkeiten für die Weiterarbeit in den Projektpartnerschaften sowie inhaltliche Anknüpfungsmöglichkeiten des Themas Energie an die eigene Projekt- und Schulpartnerschaftsarbeit erarbeitet. Dabei wurden sowohl politische Handlungsmöglichkeiten als auch Handlungsmöglichkeiten im Alltag und in der Schule berücksichtigt. Zudem wurde das eigene Multiplikatorenpotential angesprochen. In Form einer Giant Mind Map entwickelten die SchülerInnen Vorschläge und Umsetzungsmöglichkeiten. 

Mit der Auswertung des Seminars und einem gemeinsamen Mittagessen endete die Veranstaltung.

Wir danken unserem Förderer Engagement Global, der uns ermöglicht hat, dieses Seminar durchzuführen.

KOSA

Die Koordination Südliches Afrika (KOSA) e.V. ist ein bundesweit tätiges Netzwerk, das thematisch hauptsächlich zu Südafrika arbeitet. Derzeitiger Arbeitsschwerpunkt ist die Initiierung und Unterstützung von Schulpartnerschaften zwischen Deutschland und dem südlichen Afrika sowie die entwicklungs-politische Bildungsarbeit mit jungen Menschen.

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